Meilensteine des öbv

Der öbv kann auf eine über 250 Jahre lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Hier geben wir einen Überblick über die wichtigsten Meilensteine.

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1772

Kaiserin und Bildungsreformerin Maria Theresia gründet den Österreichischen Bundesverlag (damals „Wiener Schulbücherverlag“) im Kontext der wohl größten Bildungsrevolution aller Zeiten: der Einführung der allgemeinen Schulpflicht. Sie erkannte damals an, dass der Schulbuchdruck zum „Nutzen der Jugend“ und der „publici“ (also der gesamten Öffentlichkeit) geschieht und zum „Unterricht der Lehrer sowie als deren Lernenden“ dient. Diese Ideen sind bei uns auch heute noch sehr präsent.

1918

Nach dem Ende der Habsburgermonarchie wurde der Verlag „Österreichischer Bundesverlag“ (öbv) genannt. Diesen Namen tragen wir auch heute.

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1938–1945

Während des Zweiten Weltkrieges wird der Verlag mehrmals umbenannt. Der Name soll möglichst keine eigenständige österreichische Identität mehr implizieren. So heißt der öbv zunächst „Österreichischer Landesverlag, vormals Österreichischer Bundesverlag“, später „Ostmärkischer Landesverlag für Unterricht, Wissenschaft und Kunst“ und zuletzt „Deutscher Schulverlag, Wien“. Die Nationalsozialisten änderten die schulpolitischen Vorgaben radikal und ließen einen großen Teil der Bücherbestände vernichten. 1938 wurde der Arbeitskreis der Schulbuchverleger gegründet, der auf Grundlage von NS-Vorgaben regimegemäße Schulbücher zu produzieren hatte. So waren auch viele öbv-Schulbücher aus dieser Zeit ideologisch gefärbt. Nach dem Krieg beginnt der öbv – unter dem Namen „Österreichischer Bundesverlag für Unterricht, Wissenschaft und Kunst“ –, Lehrwerke für alle Schulformen und so gut wie alle Schulfächer zu verlegen.

Bild ÖWB im Laufe der Zeit format

1951

In diesem Jahr erscheint erstmals das Österreichische Wörterbuch (ÖWB). Der öbv produziert es im Auftrag des österreichischen Unterrichtsministeriums und auf Grundlage des amtlichen österreichischen Regelwerks. Das ÖWB repräsentiert bis heute das für Österreich gültige Regelwerk der deutschen Sprache.

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1998

Bisher war der öbv zu 100% in öffentlicher Hand. Nun wird er teilprivatisiert durch einen Zusammenschluss mit den Verlagen Hölder-Pichler-Tempsky (hpt) und Österreichischer Gewerbeverlag (ÖGV). Nach der Fusion nennt sich der Verlag „öbv&hpt“.

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2007

Der öbv wird Teil der deutschen Klett Gruppe, einem führenden Bildungsunternehmen in Europa. Klett kaufte Anfang der 2000er zunächst den öbv-Anteil der Republik Österreich, 2007 auch die restlichen Anteile. Es kam zu einer Trennung von öbv und hpt. Im selben Zeitraum wurde auch der Buchhandelsbereich verkauft und ist seitdem ein eigenständiges Unternehmen.

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heute

Der Leitsatz „Wir leben Bildung“ und der Claim „Bleib neugierig.“ fassen den Charakter und die Ziele des öbv treffend zusammen. Der öbv bietet aktuell rund 2.600 Einzeltitel und mehr als 52.000 digitale Materialien innerhalb und außerhalb der Schulbuchaktion an und ist damit einer der führenden Bildungsanbieter in Österreich.

Mehr zur Geschichte des öbv

Natürlich ist in diesen über 250 Jahren noch wesentlich mehr passiert. Was mit dem über die Jahrhunderte hinweg passiert ist und wie sich das Bildungssystem in dieser Zeit entwickelt hat, ist im detaillierten Artikel nachzulesen.