Zeitbilder 2, Schulbuch

Anwendungsbereich 3: Shoah und Genozid 65 1930 1945 M5 Das System der Konzentrations- und Vernichtungslager Nordsee Os t s e e Kaunas Treblinka Warschau Sobibor LublinMajdanek Belzec Lemberg KrakauPlaszow Kulmdorf Groß-Rosen Auschwitz Mauthausen Wien München Dachau - Stuttgart Weimar Flossenbürg Prag Theresienstadt Sachsenburg Lichtenburg MittelbauDora Berlin Ö s t e r r e i c h Generalgouvernement Polen Bremen Köln Buchenwald Bergen-Belsen Oranienburg Esterwegen Fuhlsbüttel Ravensbrück Sachsenhausen Hamburg Neuengamme Danzig Stutthof Staatsgrenze 1937 Deutschland 1937 Gebietszuwachs Hitler-Deutschlands März bis Oktober 1938 März 1939 September 1939 bis 1941 0 100 200 300 km frühes KZ, das aufgelöst wurde KZ-Hauptlager KZ-Außenkommandos, Nebenlager (Auswahl) Vernichtungslager Herzogenbusch Natzweiler Struthof Maly Trostinez Bronnaja Gora Shoah – die Judenvernichtung „Endlösung“ Anfang 1942 trafen sich hohe NS-Funktionäre in Berlin zur Wannseekonferenz und besprachen die Organisation der Vernichtung des europäischen Judentums. Die Durchführung des geplanten Völkermordes erhielt den verharmlosenden Namen „Endlösung der Judenfrage“. Dazu wurden im besetzten Polen Vernichtungslager mit Gaskammern und Verbrennungsöfen für die Leichen errichtet. Dorthin fuhren nun täglich hunderte Viehwaggons mit jüdischen Frauen, Männern und Kindern aus dem Deutschen Reich und den besetzten Gebieten Europas. Für die meisten gab es keine Rückkehr. Dem Völkermord fielen in Europa etwa sechs Mio. jüdische Menschen zum Opfer. Auschwitz (bei Krakau) Dort war das größte Konzentrations- und Vernichtungslager. Wer kräftig genug war, wurde einem Arbeitskommando zugeteilt. Viele schufteten sich zu Tode. Schwache, Kranke, Schwangere und Kinder töteten die Nationalsozialisten sofort in Gaskammern. In Auschwitz starben etwa eineinhalb Mio. Menschen (Jüdinnen und Juden, Polinnen und Polen, Roma, Sinti, russische Kriegsgefangene). Die meisten Opfer waren jüdisch. M6 Befreiung des KZ Dachau Q Die Häftlinge berichteten, dass am 29. April größere Mengen von Flammenwerfern und Maschinengewehren ins Lager gebracht worden waren. Dazu kam der Befehl, dass sie sich um 9 Uhr abends zu einem Appell einzufinden hätten. Nun wussten sie, dass man sie umbringen wollte. 90 Minuten vor der kritischen Zeit stürmten die Amerikaner das Lager. Die SS-Lagerbesatzung wurde niedergemacht. Die Gefangenen umarmten die amerikanischen Soldaten und küssten ihnen Kleider und Stiefel. (nach: Salzburger Nachrichten, 15.6.1945) M7 Verhafteter Kriegsverbrecher Q Der ehemalige Kommandant des KZ Auschwitz, Rudolf Höß, wurde verhaftet. Er sagte aus, dass er bis Ende 1943 den Befehl erhalten habe, zwei Mio. Häftlinge, vor allem Juden, in Auschwitz zu vergasen. (nach: Österreichische Zeitung, 24.3.1946) Weitere Konzentrationslager Das Konzentrationslager Dachau (bei München) wurde 1933 eingerichtet. Dort waren insgesamt ca 200 000 Menschen gefangen. In Mauthausen (bei Linz) war seit 1938 das größte Konzentrationslager in Österreich. Auch hier waren etwa 200 000 Menschen gefangen, von denen die Hälfte umkam. Ein Nebenlager von Mauthausen, Ebensee (Salzkammergut), wurde erst 1943 eingerichtet, um Häftlinge unterirdische Produktionsanlagen für Raketen in den Berg graben zu lassen. US-Truppen befreiten die Gefangenen aus diesen drei Lagern. Im Deutschen Reich gab es noch zahlreiche weitere Lager. 1 Beschreibe die Szene M1. Vergleiche sie mit dem Foto auf S. 60/61. (HMK II) 2 Erläutere die Auswirkungen des Gesetzes M2 auf Jüdinnen und Juden. (HFK II) 3 Beschreibe das Plakat in der Hand des Mannes (M3). Interpretiere die dargestellte Szene. (HMK III) 4 Analysiere und interpretiere M4. (HMK III) 5 Beschreibe anhand von M5 die Lage der Konzentrations- und Vernichtungslager. Erkläre, was sich daraus schließen lässt. (HMK II) 6 Fasse M6 zusammen. Recherchiere, was mit Menschen geschah, die solche Kriegsverbrechen (M7) begangen hatten. (HMK I, HSK II) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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