Alles Geschichte! 6, Schulbuch

60 KOMPETENZTRAINING 4.5 Methoden trainieren: Herrscherbilder der Neuzeit analysieren In der Neuzeit, als sich die Monarchien am Anspruch des Absolutismus orientierten, waren großflächige Gemälde beliebte Darstellungsformen, auf denen auch Zeichen der Herrschaft und Macht abgebildet wurden. Herrscherbilder analysieren – so gehst du vor: − Orientiere dich am Online-Zusatzmaterial „Bildliche Quellen analysieren“. Dort findest du passende Formulierungen für deine Analyse. − Beschreibe zunächst wertfrei (d. h. ohne Interpretation) die abgebildete Herrscherpersönlichkeit und den Hintergrund. Achte dabei auf Kleidung, Haltung bzw. Pose der Person und auf Symbole. Versuche auch die Perspektive, welche die Betrachterin oder der Betrachter auf das Bild hat, zu beschreiben. − Gehe im Zuge der Interpretation auf die Wirkung des Bildes ein. Überlege, wofür welche Symbole stehen könnten und wodurch der Herrscher mächtig wirkt. − Deute anschließend die Wirkung, die das Bild auf die Zeitgenossinnen und Zeitgenossen der Herrscherpersönlichkeit erzielen sollte. Dadurch lassen sich auch Rückschlüsse auf die Intention des Bildes und den dahinterstehenden Herrschaftsanspruch ziehen. Recherchiere auch Eckdaten zu den Herrschern, zum Künstler sowie zu den abgebildeten Symbolen. − Vergleiche anschließend die beiden Gemälde. Vergleiche die beiden Gemälde auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Entstehungszeiten der Bilder sind unterschiedlich: M1 ist aus der Blüte des „Absolutismus“, M2 aus der späten Phase nach der Französischen Revolution und deren Folgen. Tipp: Bei der Analyse der beiden Herrscherbilder kann dir auch eine Recherche zu einem Gemälde Ludwigs XIV. von Hyacinthe Rigaud (1701) helfen. M1: Justus van Egmont: Ludwig XIV. im Alter von 10 Jahren in seiner Krönungsrobe. Gemälde, 1648 M2: Friedrich Amerling: Der Habsburger Franz II/I. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches bzw. hier als Kaiser von Österreich. Gemälde, 1832 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy ODE3MDE=