Alles Geschichte! 6, Schulbuch

33 Jetzt bist du dran: 1. Beschreibe die Darstellungen M2 bis M4, indem du die Fragen in der Anleitung beantwortest. Recherchiere jene Informationen, die du nicht aus der Darstellung und den ergänzenden Angaben herauslesen kannst. 2. Beschreibe die in M2 bis M4 verwendeten Quellen und gehe dabei ebenfalls nach den Fragen in der Anleitung vor. Fehlende Informationen findest du im Autorentext. 3. Arbeite nun heraus, wie die Urheberin und die Urheber der Texte die Quelle in die Darstellung einbauen und finde heraus, warum er/sie die Quelle verwendet. 4. Beschreibe Abbildung M5. Vergleiche sie mit M1 und arbeite heraus, wie die Gestalter des Pavillons den Bezug zur Sozialsiedlung Fuggerei herstellen. Ein anderes Motiv nennt die folgende Darstellung. Sie bezieht sich dabei auf den Stiftungsvertrag, die erste Vereinbarung, die Jakob Fugger mit dem Bürgermeister und dem Rat der Stadt Augspurg am 6. Juni 1516 schloss: Architekturhistorikerin Hilde Strobl (2020) Der Verwendungszweck als Sozialstiftung wurde erstmals im Vertrag mit der Reichsstadt vom 6. Juni 1516 schriftlich fixiert: „Für einige arme, bedürftige Bürger und Einwohner von Augsburg, […] die keine Almosen suchen“, sollten „Behausungen“ entstehen. Die Stiftung richtete sich ausschließlich an „ehrenhafte Arme“. Sie sollten von den wirtschaftlichen Erfolgen der Fugger profitieren, im modernen Sinne reintegriert werden und zugleich dem Seelenheil der Familie dienen. M3: Strobl: „Gut und wirig nach allem vorteil“ – Die Architektur der Fuggerei zwischen Tradition und Modernität, 2020, S. 56 (Übersetzung des Textes aus 1516). Auf der Website von Planet Wissen des Westdeutschen Rundfunks Köln wird ein weiterer möglicher Grund für die Errichtung der Fuggerei genannt: Autor Carsten Günther (2021) Anfang des 16. Jahrhunderts stand das Fugger-Unternehmen auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Doch es wurde zunehmend Kritik an Jakob Fugger laut. Ihm wurden unfaire Geschäftspraktiken vorgeworfen. […] Die Fuggerei gilt als gelungene „Public-Relations“-Aktion, also einer Art strategischer Öffentlichkeitsarbeit. Mit ihr präsentierte sich Jakob Fugger als sozial engagierter Unternehmer, der sich für das am Wohl seiner Mitmenschen einsetzte. […] Über dem Haupteingang der Fuggerei steht lateinisch in Stein gemeißelt: „1519. Ulrich, Georg und Jakob Fugger aus Augsburg, leibliche Brüder, fest davon überzeugt, dass sie zum besten der Stadt geboren sind und dass sie ihr gewaltiges Vermögen vor allem dem allerhöchsten und allgütigen Gott verdanken, haben aus Frömmigkeit und zum Vorbild besonderer Freigiebigkeit 106 Wohnungen mit Baulichkeiten und Einrichtung denjenigen ihrer Mitbürger, die rechtschaffen, aber von Armut heimgesucht sind, geschenkt, übergeben und gewidmet.“ M4: Günther: Die Fugger – die ersten „Global Player“ der Geschichte, 2021. Online auf: www.planet-wissen.de (11.10.2022). M5: Architekturburo MVRDV: Holzpavillon am Hauptplatz von Augsburg für Veranstaltungen zum 500-Jahr-Jubiläum der Fuggerei. Fotografie, 2022 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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