einfach bio 2, Schulbuch

Zur Insektenordnung der Libellen zählen weltweit über 6 000 Arten. Von diesen Arten kommen 77 in Österreich vor. Man unterscheidet zwischen Kleinlibellen und Großlibellen. Großlibellen haben größere Augen als Kleinlibellen. Es gibt Großlibellenarten, bei denen die Augen so groß sind, dass sie in der Kopfmitte zusammenstoßen. Kleinlibellen haben zwei gleich große Flügelpaare. Sie sind in Ruhe hinten oberhalb des Körpers zusammengefaltet. Großlibellen haben ungleich große Flügelpaare. In Ruhestellung stehen sie seitlich vom Körper ab. Flügelpaare mit Hubschrauber-Funktion Libellen sind besonders gute Flieger. Sie können ihre beiden Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen. Daher können sie schnell die Richtung ändern oder in der Luft stehen bleiben. Libellen können Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h erreichen, wobei manche Arten sogar rückwärts fliegen können. Das Flugprinzip eines Hubschraubers kann mit dem der Libellen verglichen werden, denn auch Hubschrauber können in der Luft stehen bleiben und rückwärts fliegen. Libellen sind Flugjäger Libellen sind Räuber in der Luft und fangen ihre Beute während des Fluges. Dabei verwenden sie ihre Vorderbeine. Oft wird die Beute bereits während des Flugs gefressen. Sie fressen meistens Insekten. Manchmal – während der Paarungszeit – ernähren sich Libellen von anderen Libellen. Sie haben auch Fressfeinde wie z.B. Vögel, Fledermäuse und Frösche. Das macht sie zu einem wichtigen Teil in Nahrungsnetzen. Die unvollkommene Verwandlung Während der Begattung bilden das Männchen und das Weibchen ein Paarungsrad. Das Männchen hält den Kopf des Weibchens fest und das Weibchen biegt seinen Hinterleib nach vorne zum Begattungsorgan des Männchens. Sobald das Weibchen die Samenzellen aufgenommen hat, legt es die befruchteten Eier in oder an Wasserpflanzen, im Wasser oder an Land ab. Je nach Art ist das unterschiedlich. Aus den Eiern schlüpfen Larven ohne Flügel. Sie leben als Jäger im Wasser. Dort fressen sie Fische, Insekten und Kaulquappen. Libellenlarven jagen mit einer Fangmaske. Der Bau der Maske passt hervorragend zu ihrer Funktion. Ist die Beute nahe genug, wird die Fangmaske schnell ausgeklappt und die Beute wird mit kleinen Dornen am vorderen Ende der Maske ergriffen. Während des Larvenstadiums häutet sich die Larve mehrmals. Das kann bis zu drei Jahre dauern. Für die letzte Häutung gehen Libellen an Land, wo die fertige Libelle schlüpft. Es gibt kein Puppenstadium (unvollkommene Verwandlung). A1 Bringe die Buchstaben in die richtige Reihenfolge, sodass ein sinnvoller Begriff zum Thema Libellen entsteht. B1 BEEGILLLORSS G E K E B2 AAADGNPRRSU B3 BEEEIIKLLLLN P D Kurz erklärt Fangmaske: stark veränderte Unterlippe bei Larven von Libellen ➝ Arbeitsheft-Seite 38 78 Libellen – Jäger im Insektenreich Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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