einfach bio 2, Schulbuch

Eine Hecke bietet eine große Vielfalt an Lebensbedingungen. Große Temperaturunterschiede, aber auch verschiedene Luft-, Licht- und Bodenverhältnisse sind möglich. Diese unbelebten Faktoren nennt man abiotische Faktoren. Zu den biotischen Faktoren zählt man die belebten Teile der Natur, also die Lebewesen, die miteinander in Wechselwirkung stehen (durch Fressfeinde, Konkurrenten oder Beute). Es gibt ökologische Nischen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Eine ökologische Nische bedeutet, dass zahlreiche Wechselwirkungen zwischen einer Art und allen wichtigen abiotischen und biotischen Umweltfaktoren bestehen. Beispiele für ökologische Nischen sind z. B. Brutnischen oder Nahrungsnischen. Nahrungsketten in und um Hecken In einer Hecke können zwischen 900 und 1 500 verschiedene Tierarten vorkommen. Die meisten Tierarten sind Insekten (Blattläuse, Ameisen), aber auch Amphibien (Erdkröte), Reptilien (Ringelnatter), Vögel (Goldammer, Neuntöter, Zaunkönig) und Säugetiere (Haselmaus, Hermelin) haben hier ein Rückzugsgebiet. Pflanzen der Hecke sind Produzenten. Ihre Blüten und Früchte sind eine gute Nahrungsquelle für pflanzenfressende Tiere (Konsumenten). Eidechsen, Spitzmäuse oder Vögel sind Beispiele für fleischfressende Bewohner der Hecke, die z. B. Lebewesen auf den Feldern fangen und fressen. Greifvögel finden in der Hecke geeignete Plätze zum Spähen. Der Fuchs nutzt die Deckung der Hecke, um Feldmäuse zu jagen. In der Hecke finden Tiere Schutz vor Fressfeinden und der Witterung. Vögel (z. B. die Heckenbraunelle) nützen die Hecke als Nist- und Brutplatz. Destruenten (Zersetzer wie Asseln, Regenwürmer oder Bakterien) bauen tote, pflanzliche und tierische Stoffe in Kohlenstoffdioxid, Wasser und Mineralsalze ab. Dabei entsteht Energie. Kommt ein Räuber (z.B. der Mäusebussard) sehr häufig vor, frisst er viele Beutetiere (z. B. Feldmäuse). Daher gibt es weniger Beutetiere und die Räuber werden weniger. Die Zahl der Räuber ist eng mit der Zahl der Beutetiere verbunden – diese ökologische Wechselwirkung wird Räuber-Beute Verhältnis genannt. Tiere bevorzugen unterschiedliche Zonen In den Zonen einer Hecke halten sich verschiedene Tiere auf. Diese Tiere lassen sich jedoch nicht genau einer bestimmten Zone zuordnen, weil sie z. B. in einer Zone brüten und in einer anderen nach Nahrung suchen. Viele Bewohner verlassen die Hecke für die Nahrungssuche. Sie können in einem Umkreis von bis zu einem Kilometer beobachtet werden. A1 Setze die Silben richtig ein und benenne die Vögel. AM ■ AUN ■ KÖ MÄU ■ MER ■ NEUN ■ NI OLD ■ SARD ■ TÖT B1 G (ca. 17cm) B2 Z G (8 – 12 cm) B3 ER (ca. 17cm) B4 SEBUS (40 – 58 cm) ➝ Arbeitsheft-Seite 23 Arbeitsblatt 22s72b 54 Hecken – Lebensraum für viele Tierarten Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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