einfach bio 2, Schulbuch

Nadelbäume erkennst du an ihren schmalen, nadelförmigen Blättern, den Nadeln. Welche Vorteile haben Nadeln? Der Bau (die Struktur) der Nadeln hängt mit ihrer Aufgabe (Funktion) zusammen. Durch ihre Bauweise verdunsten sie nur sehr wenig Wasser. Nadeln haben eine kleinere Oberfläche als die Blätter von Laubbäumen sowie tief eingesenkte Spaltöffnungen. Außerdem besitzen sie eine dicke Wachsschicht. So sind sie vor Trockenheit geschützt. Nadelbäume wachsen daher in vielen Gegenden, in denen Laubbäume nicht mehr wachsen können (z.B. im Gebirge). Nadelbäume müssen ihre Blätter im Winter nicht abwerfen. Die Nadeln werden nach und nach das ganze Jahr über abgeworfen und neu gebildet. Einzelne Nadeln (z. B. bei der Fichte) können sogar fünf bis sieben Jahre lang am Baum bleiben. Deshalb nennt man Nadelbäume immergrüne Bäume. Die einzige Ausnahme ist die Lärche. Ihre Nadeln fallen im Herbst ab. Wie vermehren sich Nadelbäume? Nadelbäume haben getrenntgeschlechtige Blüten. Mit Ausnahme von Eibe und Wacholder sind alle heimischen Nadelbäume einhäusig. Auf einer Pflanze wachsen sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Die männlichen Blüten produzieren riesige Mengen an Blütenstaub (Pollen), der durch den Wind verbreitet wird. Die weiblichen Blüten verholzen bei den meisten Nadelbaumarten nach der Befruchtung zu holzigen Zapfen. Die Samenanlagen liegen „nackt“ auf den Samenschuppen und sind nicht von einem Fruchtknoten umschlossen. Daher zählen Nadelbäume im Gegensatz zu Laubbäumen zu den Nacktsamern. Der Vorgang der Fortpflanzung von der Bestäubung bis zur Entwicklung der Zapfen und den fertigen Samen dauert mehrere Jahre. Die Fichte – der häufigste Baum Österreichs Die Fichte besitzt eine pyramidenförmige Krone mit einem spitzen Wipfel. Die Borke ist rotbraun, die Nadeln sind kurz. Die Zapfen hängen durch ihr Gewicht vom Baum und fallen nach dem Ausfliegen der Samen ab. Die Fichte ist ein Flachwurzler. Das hellbraune Fichtenholz ist sehr weich und lässt sich gut bearbeiten. Es wird zur Herstellung von Papier und Pappe, als Brennholz und für den Haus- und Möbelbau verwendet. Die Fichte ist ein anspruchsloser Baum, da sie auch auf Böden mit wenig Mineralsalzen wächst. Früher wurde die Fichte oft in Monokulturen gepflanzt. So nennt man Flächen, auf denen nur eine einzige Pflanzenart angebaut wird. B1 Die schmalen Blätter der Fichte werden N genannt. A1 Vervollständige die Bildunterschriften mit den richtigen Begriffen. Kurz erklärt immergrün: Pflanzen, die ihre Blätter das ganze Jahr behalten Krone: die Äste und Zweige eines Baumes Wipfel: Baumspitze B2 Die Fichte wurde früher oft in M gepflanzt. B3 Die weiblichen Blütenstände der Fichte verholzen zu Z . ➝ Arbeitsheft-Seiten 10–11 16 Nadelbäume – widerstandsfähig und immergrün Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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