global 2. Geographie- und Wirtschaftskunde, Schülerbuch

Vernetztes Wirtschaften: Produzieren und Konsumieren von Waren und Dienstleistungen 1 Vergleiche die drei vorgestellten Gewerbeberufe Malerin, Tischler und Floristin in Hinblick auf: Ausbildung, Vorteile, Nachteile. Erstelle dafür eine Tabelle in deinem Heft oder in einem Word-Dokument. (OK, II) 2 Erkläre die Begriffe Gewerbe und sekundärer Wirtschaftssektor. (OK, II) 3 Könntest du dir vorstellen, in einem Gewerbebetrieb zu arbeiten? Wenn ja, in welchem und warum? Wenn nein, warum nicht? (UK, II) O AH S. 33 Floristin Sonja Joham, „Das Blumenmädchen“ in Wien Döbling Was gefällt dir an deinem Beruf? Mir gefällt, dass ich meine Kreativität ausleben, den Kundinnen und Kunden ein Lächeln ins Gesicht zaubern und die Vielfalt der Natur erleben darf. Welche Ausbildung hast du gemacht? Ich habe eine dreijährige Lehre mit Auszeichnung abgeschlossen. Bist du zufrieden mit deinem Einkommen? Sicher gibt es Berufe, die besser bezahlt sind, aber mit den Jahren und der Erfahrung wird auch das Einkommen höher. Welche Nachteile oder Herausforderungen bringt dein Beruf mit sich? Ein Nachteil ist die Saisonarbeit (auch in der Lehrzeit). Man wird auch oft dreckig, es ist nass, und man muss auf seine Hände aufpassen. Auch wenn man schon 2 000 Blumensträuße gemacht hat, möchte man alle Wünsche der Kundinnen und Kunden erfüllen, was herausfordernd sein kann. Schildere kurz den Ablauf eines typischen Arbeitstages! Dazu gehören viele Tätigkeiten: Ware putzen, Sträuße und Gestecke binden, Vasen waschen, Pflanzen gießen und pflegen, Aufträge annehmen und ausführen, Kundinnen und Kunden bedienen. Würdest du dich wieder für diesen Beruf entscheiden? Ja, definitiv! Es ist mein Traumberuf, weil ich mein Hobby ausleben darf. M2 Sonja Joham Tischler Rudolf Pichler, Tischlerei in Korpitsch bei Villach Was gefällt dir an deinem Beruf? Das Arbeiten mit verschiedenen Werkstoffen, das Produzieren von unterschiedlichen Möbelstücken und die Vielfalt an Tätigkeiten, die man in meinem Beruf machen kann, faszinieren mich. Welche Ausbildung hast du gemacht? Ich habe die Tischlerfachschule in Villach (HTL) besucht und danach die Tischlermeisterprüfung abgelegt. Ich bin der einzige Meister in ganz Österreich, der keinen Meisterkurs machen musste. Bist du zufrieden mit deinem Einkommen? Wenn man etwas gerne und mit Leidenschaft macht, spielt das Einkommen keine so große Rolle. Ich bin aber zufrieden. Welche Nachteile oder Herausforderungen bringt dein Beruf mit sich? Nachteile sehe ich persönlich keine. Es gibt aber einige Herausforderungen: immer mitlernen, neue technische Geräte (CNC-Maschinen etc.), planen, zeichnen am Computer – man lernt nie aus! Und das ist das Schöne am Beruf! Schildere kurz den Ablauf eines typischen Arbeitstages! Ich stehe zeitig auf und plane beim Frühstück meinen Arbeitstag. a) Arbeitsvorbereitung: Durchdenken von komplizierteren Möbelstücken, Ausarbeitung von Details, Muster vorbereiten b) Produktion: Fräsarbeit, Schleifarbeit, Endbehandlung, Berücksichtigung der Kundenwünsche c) Montage: durchdachter Arbeitsfluss, die Kundschaft muss wissen, was passiert Würdest du dich wieder für diesen Beruf entscheiden? Ja, ganz sicher! M3 Rudolf Pichler 61 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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