global 2. Geographie- und Wirtschaftskunde, Schülerbuch

Wohin mit dem Müll? Der Mensch konsumiert und verbraucht dabei Ressourcen. Und das tut er im großen Stil. Auch du als Konsumentin oder Konsument bist Teil eines Kreislaufs des Konsums (M1). Du kaufst und verwendest Produkte. Diese werden nach einiger Zeit kaputt, du benötigst sie nicht mehr oder du hast das Bedürfnis nach einem neuen Produkt. Das führt dazu, dass du gebrauchte Produkte entsorgst. Egal, was der Grund dafür ist, du kaufst erneut und verbrauchst neue Ressourcen. Gleichzeitig entsteht Müll durch die alten Produkte. Heutzutage spricht man in diesem Zusammenhang von der Wegwerfgesellschaft oder Konsumgesellschaft. Vor allem in den wohlhabenden Staaten des globalen Nordens produzieren Menschen durch ihren großen, oft übermäßigen Konsum Berge von Müll. Dazu zählen die unterschiedlichsten Dinge des alltäglichen Lebens. Müll im Haushalt – das werfen wir weg In Haushalten fällt viel Abfall an. Man spricht dabei von Hausabfall. Dazu zählen Restmüll, Sperrmüll, verwertbare Altstoffe, Elektronikaltgeräte und Biomüll. Zum Restmüll werden viele Dinge gezählt, die du täglich nutzt: Verpackungen, die teilweise aus Papier, Plastik, Glas oder Metall bestehen, Hygieneartikel, Kleidung und Lebensmittel. Sperrmüll bezeichnet Abfall aus deinem Haushalt, der aufgrund seiner Größe nicht in den üblichen Mülltonnen entsorgt werden kann. Matratzen oder Möbel müssen zum Sperrmüll. Verwertbare Altstoffe sind Stoffe, die man recyclen kann. Du trennst im Haushalt vielleicht einige dieser Stoffe bereits bewusst: Altpapier, Altglas (weiß und bunt), Altmetall, Plastik und kleinere Mengen spezieller Altstoffe wie zB Altöle aus dem Haushalt zählen dazu. Auch alte Elektrogeräte müssen so entsorgt werden, sodass die Chance auf Wiederverwertung besteht. Biomüll setzt sich aus organischen Abfällen zusammen, etwa aus Gras und Laub aus dem Garten oder Küchenabfällen wie zB Kartoffelschalen oder Teebeuteln. Was passiert mit dem Müll? Problemstoffe wie Batterien, Elektroaltgeräte, Elektronikaltgeräte oder sperriger Müll, zB ein altes Sofa, sollen unbedingt in einem Recyclinghof abgegeben werden. Nur so können die strengen Sicherheitsvorschriften bei der Entsorgung von Problemstoffen eingehalten werden. Hausabfälle werden durch die Müllentsorgung bei dir zu Hause oder bei Sammelstellen abgeholt. Die eingesammelten Wertstoffe werden in den dafür vorgesehen Anlagen genau geprüft und auf ihre Sortenreinheit hin kontrolliert. Nur sortenreine Abfälle und Wertstoffe sind zum Recyceln geeignet. Die Abfälle, die nicht wiederverwertet werden können, werden in Müllverbrennungsanlagen verbrannt (M3, M4). M4 Aus Abfall wird Energie. (Quelle: Shutterstock) die Wegwerf- oder Konsumgesellschaft: große Gruppe von Personen, die übermäßig viel konsumiert und auch rasch wieder entsorgt die Deponie: Ort, an dem Verbrennungsreste von Müll für lange Zeit abgelagert werden; die Deponie muss so gebaut werden, dass die abgelagerten Stoffe nicht in den Boden oder in das Grundwasser gelangen können. Kauf (Glücksgefühle) Nutzung Vorfreude Verlangen nach Neuem Unzufriedenheit Konsumkreislauf M1 Der Kreislauf des Konsums in der Wegwerfgesellschaft gemischter Siedlungsabfall Sperrmüll Altstoffe und ElektronikAltgeräte, getrennt gesammelt Biomüll, getrennt gesammelt Problemstoffe und Altbatterien 32,5 % 6,2 % 37,4 % 23,5 % 0,4 % Abfälle aus Haushalten getrennt gesammelt M2 So teilte sich 2019 der Müll in Haushalten auf. (Quelle: BMK) M3 In der Müllverbrennungsanlage Spittelau in Wien wird Müll durch das Verbrennen deutlich in seinem Volumen verkleinert. Die anfallenden Reste werden anschließend in Deponien abgelagert. Gleichzeitig wird durch die Erhitzung eine Turbine angetrieben. Es wird Energie gewonnen, die anschließend an viele Haushalte in Wien zurückgeführt wird. Energiegewinnung Sammlung Abgas Dampf Abtransport feste Rückstände Herstellung von Abfalltonnen Brennkammer Verbrennung Erhitzen von Wasser Rauchgasfilter Kraftwerk 30 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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