global 2. Geographie- und Wirtschaftskunde, Schülerbuch

Energie im Haushalt Es ist 20 Uhr im Dezember. Du siehst dir auf dem Laptop gerade deine Lieblingsserie an. Plötzlich geht das Licht aus, du kannst die Serie nicht mehr streamen. Der Grund ist ein Stromausfall. Je nach Dauer hat ein Stromausfall unterschiedliche Folgen. In den ersten Minuten sind Handynetze gestört, Aufzüge bleiben stecken, Haushaltsgeräte haben keinen Strom mehr. Der öffentliche Verkehr fällt aus, die Telefonnetze überlasten zunehmend. Auf den Straßen herrscht Chaos. Menschen versuchen miteinander Kontakt aufzunehmen. Immer mehr Notrufe gehen bei Feuerwehr und Polizei ein. Dein Handyakku wird bald leer sein. An der Steckdose kannst du ihn nicht mehr aufladen … Energie ist überall Bei manchen Tätigkeiten weißt du vielleicht gar nicht, dass diese Energie benötigen. Dadurch, dass du sie täglich ausführst, sind sie für dich schon selbstverständlich geworden. So ist etwa die Verteilung von sauberem Trinkwasser über Trinkwasseranlagen elektronisch gesteuert. Sauberes Wasser aus deiner Wasserleitung muss schließlich bis in deine Wohnung oder dein Haus gepumpt werden. Es fließt nicht von alleine durch die Wasserleitung. Eine Umstellung auf händisches Pumpen ist in manchen Haushalten möglich. Dies ist jedoch weitaus aufwändiger als die elektrische Methode. Dein Energiebedarf beginnt also nicht erst, wenn du kaltes Wasser auf dem Herd zum Kochen bringen willst, sondern schon, wenn du dieses aus der Leitung in den Kochtopf laufen lässt. Durch die fortschreitende Digitalisierung werden immer mehr Abläufe deines Alltags in den digitalen Bereich verlagert und benötigen daher Strom. Viele Schulklassen arbeiten zum Beispiel digital. Stromnutzung im Haushalt Österreichische Privathaushalte verwenden unterschiedliche Energieträger. Diese können erneuerbar oder auch nicht erneuerbar sein. Du benötigst den Großteil der Energie im Haushalt in Form von Strom. Das kann Strom aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach deines Hauses sein oder aber Strom aus Wasser- und Windkraft. Es ist ebenfalls möglich, dass der Strom in Gas-, Öl- oder Kohlekraftwerken erzeugt wird. Erdgas, Erdöl und Kohle werden zum größten Teil, Atomstrom wird zur Gänze importiert. Der Einfluss der Digitalisierung auf den Energiebedarf Durch die Digitalisierung werden Abläufe, die zuvor ohne den Einsatz von digitaler Technologie abliefen, digital abgewickelt. Doch eine Zunahme an digitaler Nutzung bedeutet auch gleichzeitig mehr Energieverbrauch. Wird diese Energie aus nicht erneuerbaren Energieträgern gewonnen, schadet das dem Klima. Eine Möglichkeit, die Digitalisierung nachhaltig zu gestalten, wäre, genau darauf zu achten, welche Art der Energie für Serverfarmen verwendet wird. die Serverfarm: eine Menge an Servern (Rechnern), die Daten für Computer aufbereiten und zur Verfügung stellen M2 Elektrische Geräte benötigen unterschiedlich viel Energie. Du kannst beim Kauf auf der Energieeffizienzskala beurteilen, ob ein Gerät in Bezug auf den Energieverbrauch eher nachhaltig oder doch verschwenderisch ist. M1 Ein IT-Techniker in einer Serverfarm McCooL 30 % 23 % 17 % 12 % 8 % 7 % 3 % Kühl- und Gefriergeräte Information, Kommunikation Warmwasserbereitung (inkl. Waschen) Beleuchtung Heizung mechanische Haushaltsgräte Kochen, Trocknen, Bügeln M3 Stromnutzung im Haushalt (Quelle: Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft, 2020) 22 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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