global 2. Geographie- und Wirtschaftskunde, Schülerbuch

Nachhaltiger Umgang mit Energie und Rohstoffen Elektroantrieb als Zukunftshoffnung? Neben unserem Mobilitätsverhalten muss sich aber auch die Technik verändern. Besonders Fahrzeuge, die mit Strom betrieben werden, also zB E-Autos (M6) oder E-Bikes (M7), gelten als Zukunftshoffnung. Dadurch könnte es gelingen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, wofür jedoch einige Bedingungen erfüllt sein müssen: 1. Der Strom für den Betrieb der E-Autos, E-Bikes oder E-Scooter muss aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Ansonsten wird für die Mobilität erst recht wieder CO2 in fossilen Kraftwerken freigesetzt. 2. Die Batterietechnik und die Batterieherstellung müssen weiter verbessert werden. Denn die Produktion der Batterien sorgt momentan noch dafür, dass bei der Produktion eines E-Autos mehr CO2 ausgestoßen wird als bei der Produktion eines Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Wird das Fahrzeug jedoch vollständig mit Ökostrom betrieben, holt es diesen Nachteil nach kurzer Zeit auf und fährt ab diesem Zeitpunkt wesentlich umweltfreundlicher. 3. Für die Herstellung der Batterien und der Elektromotoren werden Rohstoffe wie Kobalt, Lithium oder Kupfer benötigt. Diese Rohstoffe sind selten. Sie werden häufig in ärmeren Staaten unter oft menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut (M8 und M9). Damit diese Bestandteile tatsächlich nachhaltig sind, darf es bei der Produktion zu keinen Schäden für die Umwelt und für die Menschen kommen. 4. Die Batterien und andere Bauteile müssen recycelt werden, damit die Rohstoffe wieder verwendet werden. Dies gilt natürlich nicht nur für E-Fahrzeuge, sondern für alle Elektronikprodukte, auch für dein Smartphone. Daher sollst du die nicht mehr funktionsfähigen Batterien und Elektronikprodukte unbedingt sammeln und zu Abgabestellen bringen. M7 E-Bike M8 Lithium-Abbau in Bolivien M9 Kinderarbeit in einer Kobalt- und Kupfermine in der Demokratischen Republik Kongo 1 Beschreibe dein Mobilitätsverhalten. Mit welchen Verkehrsmitteln bewegst du dich innerhalb einer Woche fort? Liste sie nach der Häufigkeit der Verwendung auf. (OK, I) 2 Vergleiche deine Ergebnisse mit der Klasse. Stellt euer Mobilitätsverhalten in einer Grafik dar. (HK, II) 3 Überlegt, ob euer Mobilitätsverhalten nachhaltig ist. Diskutiert Verbesserungsmaßnahmen. (UK, III) 4 Erläutere, warum ein vollständiger Umstieg auf Elektromotoren allein nicht ausreicht, um die Mobilität nachhaltiger zu gestalten. (UK, II) 5 Plane eine Aktionswoche (zB Rad- oder Öffiwoche) für nachhaltige Mobilität an deiner Schule oder in deiner Klasse. In dieser Woche sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule kommen. (HK, III) O AH S. 10 21 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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