unterwegs. Geographie und wirtschaftliche Bildung 2, Schulbuch

Nachhaltiger Umgang mit Energie und Ressourcen Arbeitsheft 13 Ein Bericht über Näherinnen in der Textilindustrie Arbeitsalltag in der Textilindustrie Viele Frauen in Bangladesch arbeiten als Näherinnen. Der Arbeitstag beginnt früh und ist lang. Bis zu zwölf Stunden sitzen die Frauen an der Nähmaschine. In den Nähfabriken ist es heiß und stickig. Der beißende Geruch der naheliegenden Färbereien erschwert die Arbeit zusätzlich. Die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung sind schlecht. Die Arbeit in der Nähfabrik ist trotzdem beliebter als die in der Landwirtschaft. Dort ist die Arbeit noch schwerer. Die Textilproduktion ist für viele Frauen eine Chance, selbst Geld zu verdienen. So werden sie unabhängiger von ihren Männern. Auch in Österreich gibt es viele Menschen, die zwölf Stunden am Tag schwer in einer Fabrik arbeiten. Aber in Österreich haben Arbeiterinnen und Arbeiter einen gerechten Lohn und soziale Rechte wie Urlaub, Arbeitsvertrag oder Krankenversicherung. 5 Ein Bericht über den Aralsee Eine vom Menschen gemachte Katastrophe Der Aralsee war früher ein sehr großer See. Dann begann man, Wasser aus seinen Zuflüssen für die Bewässerung von Baumwollfeldern zu entnehmen. Weil zu viel Wasser entnommen wurde, sank der Wasserspiegel immer weiter. Die Bewässerung der Felder war aber wichtiger als der Erhalt der Natur. Der sinkende Wasserspiegel hat weitreichende Folgen. Früher war es ein großer See, inzwischen sind es nur mehr zwei kleine Seen. Frühere Fischerdörfer an der Küste sind heute verlassen und liegen in der Wüste. Der See trocknet immer weiter aus. Schuld sind die Eingriffe der Menschen. Ein Damm soll nun zumindest den nördlichen Teil des Aralsees retten. Tatsächlich sinkt der Wasserspiegel nicht weiter. Auch der Fischbestand erholt sich langsam. 4 Unterschiede zwischen 1990 und 2017: Aralsee Felder Gletscher Salzwüste 1990 2017 45 Arbeitsheft 22 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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