unterwegs. Geographie und wirtschaftliche Bildung 2, Schulbuch

Abwasser und Müll – wohin damit? A Aus Trinkwasser wird Abwasser Hannes ist zwölf Jahre alt. Er lebt mit seiner Familie in Asten bei Linz. Heute muss seine Klasse einen Aufsatz über den Beruf von Mutter oder Vater schreiben. Hannes schreibt: „Wenn wir duschen, Wäsche oder Geschirr waschen und die Toilette benutzen, entsteht verschmutztes Wasser. Dieses Abwasser fließt in die Abwasserkanäle. Von dort gelangt das Abwasser in die Kläranlage, in der es gereinigt wird. Mein Vater Peter arbeitet in einer Kläranlage. Er kontrolliert die einzelnen Becken der Abwasserreinigung. Zuerst wird im Rechenwerk der Abfall aus dem Abwasser gesiebt. Mein Vater sagt, dass Chemikalien, Öle und Zigarettenstummel den Klärvorgang unnötig erschweren. Danach setzt sich im Vorklärbecken der Schlamm ab. Im Belebungsbecken wird das Abwasser mit Bakterien gereinigt. Zuletzt gelangt es in das Nachklärbecken, in dem die letzten Verunreinigungen zu Boden sinken. Erst jetzt darf das gereinigte Wasser in die Donau fließen. Der übel riechende Schlamm aus dem Vorklärbecken und dem Nachklärbecken wird in den Faulturm gepumpt. Es entstehen Gase, die zum Beispiel zur Erzeugung von Strom verwendet werden. Zum Schluss kommt der restliche getrocknete Schlamm auf die Mülldeponie.“ B Auch Müll kann wiederverwertet werden In Asten befindet sich auch eine große Mülldeponie. Früher wurden dort alle Abfälle gesammelt. Heute nimmt man viel mehr Rücksicht auf die Umwelt. Müll wird getrennt und zu Altstoffsammelstellen gebracht. Altstoffe, die wiederverwertet werden können, werden von Recyclingbetrieben gekauft. Aus ihnen werden wieder Güter erzeugt. Die Abfälle, die nicht recycelt werden können, nennt man Restmüll. Dieser wird in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt. Die Verbrennungsrückstände kommen auf die Mülldeponie. Klärwart Peter dreht am Leitungsventil 1 Kläranlage in Asten in 2 Altstoffsammlung pro Kopf pro Jahr So viele Altstoffe sammelt ein Mensch durchschnittlich im Jahr Vorarlberg 175 kg Burgenland 193 kg Steiermark 194 kg Tirol 215 kg Oberösterreich 207 kg Kärnten 168 kg Niederösterreich 176 kg Salzburg 194 kg Wien 115 kg Österreich / Durchschnitt 182 kg 3 Kurz erklärt Bakterien sind sehr kleine Lebewesen. Recycling bedeutet Wiederverwertung von Altstoffen, die durch Mülltrennung gesammelt werden. Aufgaben 1. Nenne das Bundesland, von dem Linz die Landeshauptstadt ist. Schreibe den Namen des Bundeslandes in 2 auf. 2. Stelle die jährliche Altstoffmenge pro Kopf in deinem Bundesland fest. Unterstreiche in 3 . 3. Lies A und ergänze 4 . Beschrifte die Kläranlage. 4. Überlege drei Möglichkeiten, die Abwassermenge in deinem Haushalt zu vermindern. A hilft dir bei der Lösung. 5. Lies B . Erkläre mit 5 die Abläufe und die Vorteile von Recycling. 6. Bearbeite 6 nach der Methode „Sachtexte erschließen“ auf Seite 94. Bewerte die Einführung des Einweg-Pfands. 7. Begründe die Aussage: „Müllvermeidung schont unsere Umwelt“. 32 Zusatzmaterial hj6k6f Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy ODE3MDE=