am Puls Biologie 5, Schulbuch
6 Kompartimentierung Lebende Systeme bestehen aus abgegrenzten Re- aktionsräumen, aus Kompartimenten. Dieses Bau- steinprinzip macht es möglich, dass unterschiedliche Prozesse nebeneinander ablaufen können, ohne einander zu beeinflussen. Die Abgrenzung von Reaktionsräumen ermöglicht Spezialisierung und Arbeitsteilung . Eine Form der Arbeitsteilung lernen wir zB innerhalb von Zellen kennen: Unterschiedliche Stoffwechselprozesse finden in verschie- denen Zellbereichen statt. Dadurch werden die Abläufe geordneter und effizienter ( k S. 21). Ähnliches kennst du bereits in einem anderen Zusammen- hang: Auch die Arbeiterinnen in einem Bienenstock teilen sich die Arbeit und erledigen dadurch ihre Aufgaben rascher. Steuerung und Regelung Lebewesen können auf Veränderungen reagie- ren. Durch Regelprozesse bleiben die inneren Zustände in einer Zelle, in einem Organ oder in einem Organismus trotz wechselnder Umwelt- und Lebensbedin- gungen in einem funktionsgerechten Rahmen (Sollbereich). Dies bezeichnet man als Homöostase . Ein häufiger Regelmechanis- mus ist die negative Rückkopplung : Du findest dieses Prinzip vielfach bei der Regulierung des Stoffwechsels ( k S. 59). Es sorgt dafür, dass Stoffwechselreaktionen nur dann ablaufen, wenn sie wirklich notwendig sind. Basiskonzepte Basiskonzepte sind themenverbindende Grund- prinzipien bzw. Phänomene, die quer über ver- schiedene Bereiche der Biologie immer wieder- kehren. Sie ordnen Fachwissen auf einer übergeordneten Ebene. Basiskonzepte erleich- tern die Vernetzung unterschiedlicher Themen und helfen, Rückbezüge zu bereits erlernten In- halten herzustellen. Du wirst im Laufe des Jahres verschiedenen un- terschiedlichen biologischen Mechanismen und Prinzipien begegnen, die sich einem von sieben themenverbindenden Basiskonzepten zuweisen lassen. Nutze die Seite 171, um einen Überblick zu gestalten. Struktur und Funktion Bei Lebewesen hängen Struktur und Funktion zusammen. Denn bestimmte biologische Funktio- nen machen die Ausbildung bestimmter Strukturen notwendig. Ein Beispiel dafür ist das Prinzip der Oberflächenvergrößerung : Oberflächen, die dem Austausch von Stoffen dienen, sind oft stark gefaltet oder eingestülpt, um die Oberfläche zu erhöhen und so mehr Platz zum Austausch zu bieten. Wir finden dieses Prinzip bei der stark gefalte- ten Wand des Dünndarms ( k S. 88). Auch der Lotuseffekt bei Lotuspflanzen be- ruht auf der besonderen Struktur der Blattoberfläche ( k S. 141). Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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