Bausteine Geschichte 4, Schulbuch

26 Jugend … … verführt, dem „Führer“ zu dienen. Wer die Jugend hat, hat die Zukunft! Kinder und Jugendliche sind leichter beeinflussbar als Erwachsene. Die Nationalsozialisten lockten in einer Zeit ohne Fernsehen, Handy und Computer mit Gemeinschaft und Abenteuer durch Ausflüge, Wanderungen, Zeltlager, Geländespiele oder Lagerfeuer. Dass dabei auch geschickt auf den Krieg vorbereitet wurde, erkannten viele Menschen sehr spät oder gar nicht. Alle in die Hitlerjugend! Einerseits wird der Begriff „Hitlerjugend“ als Überbegriff für alle nationalsozialistischen Jugendorganisationen verstanden. Andererseits heißt die Organisation für männliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren ebenfalls „Hitlerjugend“. Ab Dezember 1936 mussten Mädchen und Burschen zwischen 10 und 18 Jahren Mitglied der „Hitlerjugend“ (kurz HJ genannt) sein. Mädchen kamen zuerst zu den „Jungmädeln“ und dann zum „Bund Deutscher Mädel“ (BDM), Buben zum „Jungvolk“, danach zur HJ. Körperliches Training und politische Beeinflussung gab es für alle. Bei Burschen kam eine militärische Grundausbildung dazu, bei Mädchen die Vorbereitung auf die Rolle als Hausfrau und Mutter. Nur wenige nahmen nicht teil Wenige Menschen wagten es, offen ihren Protest gegen diese frühe militärische Ausbildung und politische Beeinflussung zu zeigen. Manche nahmen an Veranstaltungen der HJ einfach nicht teil, andere zeigten offen ihre Ablehnung. Gruppen wie die „Edelweißpiraten“ oder die „Swing-Jugend“ riskierten offenen Widerstand und damit Schwierigkeiten in der Schule oder in der Lehrstelle. A B C Nationalsozialistische Propagandaplakate um 1937 3 BDM Zeltlager für Mädchen (Propagandafoto der HJ, 1934) 1 Schießübungen für Jungvolk-Buben (Propagandafoto der HJ, 1933) 2 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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