Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Der Mensch Hör- und Gleichgewichtssinn – unser Ohr Das menschliche Ohr ( Abb. 123) ist ein Sinnesorgan, das nicht nur akustische Reize (Schall) empfängt, sondern auch für unser Gleichgewicht und unsere Positionierung im Raum (Gleichgewichtssinn) zuständig ist ( S. 74). Schallwellen werden vom Außenohr aufgefangen Erreichen Schallwellen unser Ohr, werden sie von den Ohrmuscheln aufgefangen und in den Gehörgang geleitet. Ohrmuschel und Gehörgang bilden das Außenohr. Das Trommelfell trennt das Außenohr vom Mittelohr Am Ende des Gehörgangs liegt das Trommelfell. Es wird durch Schall in Schwingung versetzt. Hinter dem Trommelfell befindet sich ein kleiner Hohlraum, das Mittelohr. Dort liegen die drei Gehörknöchelchen. Sie sind miteinander beweglich verbunden und stehen mit dem Trommelfell sowie dem ovalen Fenster, das das Mittelohr vom Innenohr abgrenzt, in Verbindung. Die Gehörknöchelchen leiten die Schwingungen des Trommelfells durch das Mittelohr bis zum Innenohr weiter. Die Ohrtrompete verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum. Im Innenohr liegt die Hörschnecke Im Innenohr liegt ein knöchernes, schneckenhausähnlich gewundenes Gebilde, die Hörschnecke ( Abb. 124). Ihr Innenraum wird von einem häutigen Schlauch durchzogen. Er wird als Schneckengang bezeichnet und ist so an der knöchernen Wand der Schnecke befestigt, dass er den Raum in zwei weitere Gänge aufteilt: den Vorhofgang und den Paukengang. Der Vorhofgang beginnt am ovalen Fenster und geht an der Schneckenspitze, dem Schneckentor, in den Paukengang über. Der Paukengang endet an einem weiteren, von einem dünnen Häutchen verschlossenen, fensterartigen Durchbruch in der Hörschnecke, dem runden Fenster. Vorhofgang, Schneckengang und Paukengang sind mit einer Flüssigkeit (Perilymphe) gefüllt. 122 Unser Ohr – Empfänger für Schallwellen sowie Gleichgewichts- und Lagesinnesorgan Schall Schwingungen, die sich in Form von Schallwellen fortpflanzen Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel 123 Bau des Ohres (Schema) 124 Hörschnecke ausgestreckt Versuch zur Richtungswahrnehmung: Setze dich mit geschlossenen Augen in die Klasse. Deine Mitschülerinnen bzw. Mitschüler machen nacheinander aus verschiedenen Richtungen des Raumes Geräusche. Zeige jeweils in die Richtung, aus der du ein Geräusch wahrnimmst. Beschreibe deine Empfindung während des Hörvorgangs und erkläre, weshalb du jeweils die Richtung genau erkennen kannst. Tipp: Du hast über die Richtungswahrnehmung bereits in der ersten Klasse erfahren. Du bist dran! Gehörknöchelchen Gleichgewichtsorgan Hörnerv Hörschnecke ovales Fenster Trommelfell Außenohr Mittelohr Innenohr Ohrtrompete Seite 74: Aufbau des Ohres rundes Fenster Paukengang Vorhofgang Schneckengang Steigbügel ovales Fenster Hörnerv Perilymphe Schneckentor Basilarmembran 72 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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