global 7. Geographie und Wirtschaftskunde, Schulbuch

116 Unternehmen und Berufsfelder analysieren Wege nach der Matura Kompetenzorientiertes Lernziel Eigene Möglichkeiten der Wahl von Bildungswegen und Beruf reflektieren An Universitäten erfolgt eine wissenschaftliche Berufs- vorbildung in den folgenden Disziplinen: • Geistes- und Kulturwissenschaften (zB Sprachen, Pädagogik, Philosophie) • Ingenieurwissenschaften (alle technischen Studien- richtungen) • Medizin • Naturwissenschaften • Rechtswissenschaften • Sozial- und Wirtschaftswissenschaften • Theologie • Kunst An Kollegs kann man sich in einer bestimmten beruflichen Richtung weiterbilden, zB in Sozialpädagogik, Technik, Wirtschaft, Tourismus. Häufig sind Kollegs an berufsbil- denden Schulen eingerichtet. Die Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre. Manche Kollegs können berufsbegleitend in Form von Abendkursen besucht werden. Die Ausbildung an Fachhochschulen (FH) gilt als wissen- schaftliche Berufsausbildung, die sich mehr als die Be- rufsvorbildung an bestimmten Berufsbildern und deren Anforderungen orientiert. An FHs gibt es vor allem Stu- diengänge für die Bereiche • Wirtschaft, • Technik, • Medien und Kommunikation, • Soziales und Sicherheit, • Gesundheit und Life Sciences. Einen genauen Überblick kann man sich auf http://www.fachhochschulen.ac.at/ verschaffen. Die Lehre stellt eine Berufsausbildung in einem von über 200 Lehrberufen dar. Sie erfolgt durch die praxisorientier- te Ausbildung in einem Lehrbetrieb (rund 80% der Ausbil- dungszeit). Die theoretischen Grundlagen für den Lehrbe- ruf erwerben die Lehrlinge in der Berufsschule. Die Lehre begründet ein Arbeitsverhältnis, weshalb Lehrlinge für ihre Leistung im Betrieb eine Lehrlingsentschädigung erhalten. Für AHS-Absolventinnen und -Absolventen gilt eine verkürzte Lehrzeit. M1 Ausbildungsmöglichkeiten nach der Matura Sowohl Lisa als auch Martin besuchen die 8. Klasse einer AHS mit EDV-Schwerpunkt. Die Arbeit mit Computerpro- grammen macht ihnen Spaß, und beide möchten nach der Schule gerne in der EDV-Branche arbeiten. Lisas Eltern betreiben ein EDV-Dienstleistungsunternehmen, das für andere Unternehmen Software erstellt, die EDV-Systeme laufend wartet und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf einschult. In ihren Ferien haben Lisa und Martin schon dort ihre Ferialpraktika absolviert. So wie Lisa und Martin haben viele Schülerinnen und Schü- ler schon vor der Matura Vorstellungen, was sie später ein- mal beruflich machen möchten. Nicht allen ist bewusst, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, diesem Be- rufswunsch näherzukommen. Für einige Berufe muss man ein Studium absolviert haben (zB Medizin, um Arzt oder Ärztin zu werden), für andere ist ein Studium hilfreich, aber keine unbedingt notwendige Voraussetzung (zB für man- che technische Berufe). Manche Berufe kann man sofort nach der Matura ergreifen, für andere ist eine bestimmte Ausbildung notwendig. Einen Überblick dazu bietet http:// www.maturawasnun.at. Daraus ergeben sich die folgenden Möglichkeiten nach der Matura: Berufseintritt weitere Ausbildung als unselbstständig Erwerbstätige (zB Angestellte) an Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen an Kollegs Berufsausbildung ab Lehre als Selbstständige (Unternehmer) M2 Wege nach der Matura Online-Code mi54e7 Nur zu Prüfzwe ken – Eigentum des V rlags öbv

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