Zeichen 4, Schulbuch

88 Absolutismus  Regierungsform, bei der die Monarchin bzw. der Monarch unumschränkt herrscht Agentur  Vertretung, Geschäftsstelle, Unternehmen Aktion, Aktionskunst  Sammelbegriff f r jene Richtungen der modernen Kunst, in denen Handlungen und nicht das fertige Produkt im Zentrum stehen. Kunst und Leben sollten wieder stärker miteinander verbunden werden. Vorläufer:  Dada und  Surrealismus (Zeichen 2) Allegorie, allegorisch  Bildzeichen mit bertragener Bedeutung, die nicht aus dem Bild allein, sondern nur durch zusätzliches Wissen verständlich wird (vgl. auch  Zeichen 1). Anamorphose  Griech. f r „umformte Gestalt“. Bilder, die nur aus einem bestimmten Blickwinkel oder mit Hilfe eines speziellen Spiegels erkennbar sind. Alltagsbeispiel: aufgemaltes Fahrrad- symbol auf der Straße Anarchie, anarchisch  Griech. „Herrschaftslosigkeit“ Attribut  Attribute sind Gegenstände, die in einem Bild einer bestimmten Person beigegeben werden. Sie erlauben R ckschl sse auf bestimmte Tätigkeiten, Vorlieben oder Eigenschaften der dargestellten Figur. Auf diesem Umweg können Begriffe oder Gedanken ausgedr ckt werden, die man eigentlich nicht sehen und damit auch nicht abbilden kann.  Allegorie Ätzgrund  Säurefeste Schichte aus Asphaltlack, Wachs und Harz, mit der die Metallplatte f r eine Radierung berzogen wird Aufklärung  Geistige Bewegung im späten 17. und 18. Jahr- hundert, in der die Autoritätsanspr che von Kirche und weltlicher Obrigkeit in Frage gestellt wurden. Die menschliche Vernunft sollte die einzige Richtlinie sein. Freiheit und Toleranz waren oberste Ziele. Auflage  In der Druckgrafik: die Gesamtzahl der gedruckten Blätter Augdistanz   Augpunkt Aughöhe   Augpunkt Augpunkt  Jener Punkt, in dem bei einer perspektivischen Zeichnung das Auge der Betrachterin oder des Betrachters angenommen wird. Er liegt in einem bestimmten Abstand vor der Bildebene (Augdistanz) und in der Höhe des Bildhorizonts (Aughöhe). Eine Gerade, die vom Augpunkt aus normal auf die Bildebene gef hrt wird, schneidet diese im so genannten Hauptpunkt. Dieser dient als Fluchtpunkt aller Tiefenlinien, die normal auf die Bildebene stehen. Axonometrie   Parallelperspektive Barock   Zeichen 3 Bassin  K nstlich angelegtes Wasserbecken Bauhaus  1919 gegr ndete Hochschule f r Gestaltung, zuerst in Weimar, dann in Dessau und Berlin (bis 1933). Bedeutende K nstlerinnen und K nstler wirkten dort als Lehrer (u. a. Klee, Kandinsky) und prägten mit ihren Ideen Kunst, Architektur und Design der folgenden Jahrzehnte. Anamorphose Belvedere  Italienisch „schöne Aussicht“. Architektonisch gestalteter Aussichtsplatz in einem Park, meist in Form eines Pavillons oder Gartentempels. Beim Wiener Belvedere wurde die Bezeichnung auf die gesamte Schlossanlage bertragen. Bestseller  Ein erfolgreiches Produkt (vor allem am Buchmarkt), das sich gut verkauft (englisch: „sells best“) und daher hohe Produktionszahlen erreicht Bischof  Griechisch „H ter, Aufseher“. Hoher W rdenträger der christlichen Kirchen. Boskett  Heckenbereich des  Barock gartens. Dichte, in geometrische Formen geschnittene Hecken oder Bäume bilden Wände, die sich zu Räumen zusammenschließen. Broderieparterre  Unmittelbar vor dem Schloss gelegener ebener Gartenteil, dessen Teppichbeete durch geordnete Blumen oder farbigen Sand wie eine Stickerei (broderie) gemustert sind. Brücke, Die  1905 in Dresden gegr ndete K nstlergemeinschaft, die bis 1913 ein Sammelpunkt des deutschen  Expressionismus war. Wichtige Vertreter: E. L. Kirchner, E. Heckel, K. Schmidt-Rottluff, E. Nolde Camera obscura  Lateinisch „dunkle Kammer“. Vorläufer der Fotokamera. Die Tatsache, dass ein Lichtstrahl, der durch ein winziges Loch von außen in einen völlig abgedunkelten Raum fällt, auf der gegen berliegenden Wand dieses Raums die Dinge abbildet, die sich draußen befinden, war schon seit der Antike bekannt. Im 17. Jahrhundert konstruierte man nach diesem Prinzip ein kastenartiges Gerät mit einer Linse, einem Umkehrspiegel und einer Mattscheibe, auf der das eingefangene Bild auf transparentem Papier nachgezeichnet werden konnte. Campanile  Glockenturm (italienisch „campana“ = Glocke) Computer-Rendering  Fachausdruck f r die wirklichkeitsnahe Raumdarstellung mithilfe des Computers Cutterin/Cutter  Schnittmeisterin/Schnittmeister. Jene Person bei Film- und Fernsehproduktionen, die die Filmaufnahmen f r die endg ltige Fassung schneidet und zusammenf gt  Montage (Zeichen 2) Dachreiter  Turmartiger Dachaufsatz, der nicht durch ein eigenes Fundament und aufsteigendes Mauerwerk getragen wird, sondern Teil der Dachkonstruktion ist Dada, Dadaismus  Gegen alle Traditionen gerichtete Bewegung in Kunst und Literatur, entstanden unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs, zuerst in Z rich (1916), später auch in Berlin und Köln; sinnlose Lautgedichte, zufallsbestimmte Collagen, provozierende Objektkunst und politisch engagierte Fotomontagen. Wichtige Vertreter: Hans Arp, Tristan Tzara,  Man Ray,  Marcel Duchamp,  Max Ernst (Zeichen 2),  John Heartfield (Zeichen 2). Viele Ideen des Dadaismus wurden vom  Surrealismus weitergef hrt. Boskett Sachlexikon Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verl gs öbv

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